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Die 5 verhängnisvollsten Fehler beim Aufbau Deiner Hypnose Praxis

Frau verzweifelt am Schreibtisch sitzend über 5 verhängnisvollen Fehlern beim Praxisaufbau

Die Inhalte dieses Blogartikels

Fehler 1: Du nimmst Deine Finanzen auf die leichte Schulter

Vielleicht denkst Du Dir – so wie ich damals – „Ich arbeite mit Menschen, das kann ich gut. Das mit den Zahlen werden wir schon hinbekommen. So schlimm kann das ja nicht sein.“ 
Noch intensiver wurde diese lässige Einstellung dadurch, dass meine Selbstständigkeit ja nur nebenberuflich und als Kleinunternehmer lief.
Ich startete ohne Business Plan. Ohne eine Idee davon, wieviel ich einnehmen wollte beziehungsweise auch musste, um laufende Kosten zu decken. 
Ich startete mit der Einstellung, dass ich sowieso mein privates Geld als Startkapital brauchen würde, um Aufbauarbeit in den ersten zwei, drei Jahren zu leisten – und entspannte mich, als ich regelmäßig Einnahmen verzeichnete.
Buchhaltung war für mich unbequem. Rechnungsstellung, Zahlungseingang kontrollieren, monatlichen Überblick schaffen war einfach nur lästige Pflicht. 
Ich sammelte meine Belege in verschiedenen Schreibtischschubladen. Erst wenn das Thema Steuererklärung näher rückte, steckte ich den Kopf aus meiner Komfortzone. Frei nach dem Motto: Einnahmen-/Überschuss-Rechnung erstellen, dann habe ich wieder Ruhe für die nächste Zeit.
Einen exakten Überblick über meine Finanzen hatte ich so im ersten Jahr nicht. Es lief eben so dahin. Von unternehmerisch Denken und Handeln war ich mit dieser Haltung weit entfernt. Und das war ein wirklich teurer Fehler.
Denn ich unterschätzte meine Ausgaben. Redete sie mir schön. Es kam ordentlich was zusammen für Miete, Nebenkosten, Praxiseinrichtung, Versicherungen, Domain, Website, Logo, Supervision, Fortbildungen und so weiter.
Heute weiß ich, dass man das Honorar für die eigene Tätigkeit nicht pi mal Daumen schätzt oder dem Honorar der Kollegen im Umkreis anpasst, sondern dass man es ganz spezifisch auf die eigene Situation zugeschnitten berechnen muss. Das ist allerdings gar nicht so schwer und kann sogar Spaß machen: Komm doch in mein 5-Tage-Training "Deine Praxis-Dein Preis", da zeige ich Dir für 0 Euro wie das geht!
Heute weiß ich, dass man einen Plan erstellt, der ganz klar macht: wo möchte ich hin mit meiner Praxis, was sind meine finanziellen Ziele. Dadurch lässt sich messen, ob man als Unternehmer erfolgreich arbeitet.
Und ich weiß, wie wichtig „sofort erledigen“ anstatt „sammeln und abwarten“ ist. Und zwar nicht irgendwie, sondern mit System – und gleichzeitig so einfach, dass jeder es ganz schnell lernen kann.

Fehler 2: Du setzt falsche Prioritäten

Frau sitzt vor Bildschirm, baut Website auf und setzt somit völlig falsche Prioritäten beim Praxisaufbau
Achte auf die richtige Reihenfolge beim Praxisaufbau: Website bauen ist nicht Priorität Nummer 1

 

Ganz häufig höre ich von meinen Kunden folgende Geschichte: Nach der ersten Idee, eine Praxis gründen zu wollen, machen sie sich daran, ein Logo zu designen oder designen zu lassen. Dann muss eine Website her. Und ein Social Media Auftritt. Das alles sind sehr wichtige Dinge.

 

Aber: mit dieser Strategie zäumst Du das Pferd von hinten auf.

 

Zuerst geht es darum, Dir zu überlegen, was Dein persönliches Ziel mit der Praxis ist, wer Du als Hypnose-Therapeut oder Hypnose-Coach sein möchtest, was Du besonders gut kannst, mit wem Du arbeiten willst und was Deine Arbeit wert ist.

 

Erst wenn Du das weißt, kannst Du das Logo so gestalten, dass es genau Dein Ziel, Deine Persönlichkeit, Deine Einstellung gegenüber Hypnose und Deinen Klienten ausstrahlt.

 

Erst dann weißt Du, welche Bilder und Texte auf Deiner Website Sinn machen und für Deine Zielgruppe geeignet sind. Erst dann kannst Du Deinen Wert kommunizieren. Erst dann weißt Du, ob die Menschen, die Du ansprechen möchtest, überhaupt auf Facebook, Instagram und Co zu finden sind.

 

Hör also auf, den fünften Schritt vor dem ersten zu machen. Setze Deine Prioritäten richtig. Investiere Zeit in Dich und werde Dir über ein paar grundsätzliche Rahmenbedingungen klar.

 

 

Du willst genau wissen, was Dein nächster Schritt ist? Hol Dir Meinen 12-Schritte-Plan "How to Hypnose-Praxis"

Fehler 3: Du wartest und hoffst auf Klienten

Ein Mann sitzt auf einem Stuhl und wartet auf seinen ersten Klienten
Klienten fallen Dir gerade am Anfang nicht in den Schoß. Sich bekannt zu machen, aktiv werden ist wichtig

 

Warten und hoffen ist etwas für den Dezember. Für die Adventszeit. Da hast Du als Kind auch auf das Christkind gewartet und gehofft, dass es das gewünschte Geschenk bringt.

 

Jetzt bist Du Unternehmer. Und da reicht es nicht abzuwarten, bis vielleicht jemand zufällig über Deine Praxis stolpert. Oder zufällig Deine Telefonnummer in die Finger bekommt. Seien wir ehrlich: Trotz aller Ideale geht es darum, Geld zu verdienen. 

 

Du möchtest Klienten generieren, weil nur so Deine Miete oder Dein Hauskredit bezahlt werden kann. Weil Du nur auf diese Weise Essen kaufen kannst. Dir ein Auto leisten kannst. Versicherungen bezahlen kannst. Wir reden noch gar nicht von etwas, was Du Dir selbst gönnst oder Annehmlichkeiten im Leben.

 

Stell Dir vor, Du möchtest einen Kuchen backen. Du hast alle Zutaten gekauft. Du hast sie sogar schon auf dem Küchentisch angerichtet. Jetzt kannst Du warten und hoffen, dass ein fertiger, lecker duftender Kuchen aus dem Ofen herausschwebt. Wird das passieren? Ziemlich unwahrscheinlich. Es sei denn Du hast eine Mutter, Schwiegermutter oder Oma, die sich das Leid nicht weiter anschauen möchte und zupackt.

 

Genau so ist es mit Deiner Praxis. Stell Dir vor, Du hast Deinen Praxisraum eingerichtet, alles vorbereitet, was Du brauchst, um richtig gut mit Menschen arbeiten zu können. Aber jetzt kümmerst Du Dich nicht darum, wie Du Klienten gewinnst. Du öffnest einfach die Praxistür und wartest. So wird das nichts mit Miete bezahlen können.

 

Es ist wichtig, sichtbar zu werden. Effektives Marketing zu betreiben zum Aufbau Deiner Hypnose Praxis. Offline und online. Natürlich im für Dich erlaubten Rahmen. Das hängt davon ab, ob Du als Coach oder Therapeut mit Hintergrund als Arzt, Psychologe oder Heilpraktiker tätig bist. Und es hängt davon ab, was genau Dein Angebot ist und wie es konkret formuliert ist.

Fehler 4: Du arbeitest mit jedem

Verschiedene Therapietechniken: Klangmassage, NLP, Hypnose, Lachyoga, Tiergestützte Therapie
Viele Therapeuten und Coaches neigen zur Fortbilderitis und bieten deshalb alles für jeden an - meist wenig erfolgreich

 

Ein Fehler, den ich auch anfangs gemacht habe, befasst sich mit dem Thema „Bauchladen anbieten“. 

 

Vielleicht hast Du mehrere gute Methoden außerhalb der Hypnose gelernt. Bei mir waren das EMDR, Kunsttherapie, Entspannungstechniken, Klangmassage nach Peter Hess, Lachyoga und tiergestützte Intervention mit Lamas und Alpakas.

 

Alles hat seine Berechtigung. Alles sein bevorzugtes Anwendungsgebiet. Alles macht mir Freude. Und ich war erst einmal nicht bereit, etwas aufzugeben. Es wäre mir vorgekommen, wie mich selbst zu verleugnen. Allerdings all das Wissen aktuell zu halten, sich in jedem Gebiet ständig fortzubilden ist ein Ding der Unmöglichkeit.

 

Dazu kam, dass ich mich auch nicht einschränken wollte in Bezug darauf, mit wem ich arbeite. Ich fühlte mich bei der durch Missbrauch traumatisierten 35jährigen genauso richtig wie beim durch Kündigung depressiven 55jährigen oder bei der 8jährigen Schulverweigerin.

 

Die Folge war, dass ich alles anzog, alles geliefert bekam. Aber man kann nicht für alles Experte sein.

 

Die Folge war auch, dass ich Klienten anzog, die ich mühevoll von einer bestimmten Technik aus meinem Bauchladen überzeugen musste. „Meinen Sie wirklich, Hypnose ist das Richtige für mich?“, hörte ich ganz häufig.

Ich hatte es satt.

 

Der einzige Weg aus dem Debakel war, sich zu spezialisieren. Zunächst auf Hypnose als Haupt-Behandlungstechnik, die 99 Prozent meiner Arbeit ausmacht. Und danach auf eine Hauptzielgruppe, die etwa 70 Prozent meiner Arbeit ausmachen. Das waren bei mir Raucher, für die ich ein eigenes Raucherentwöhnungsprogramm erstellt habe und immer weiter entwickle. Die restlichen 30 Prozent teilen sich Angst- und Schmerzpatienten sowie Menschen, die sich im Leben neu orientieren möchten.

 

Mein Tipp ist: trau Dich, Dich zu positionieren. Trau Dich, da draußen sichtbar zu werden als besonderer Experte für ein Thema.

 

Und dann kommt noch eine Sache dazu. Ich habe aus dem Druck heraus, Geld zu verdienen, jeden Klienten angenommen. Ich dachte, ich könnte es mir nicht erlauben, jemanden abzulehnen. Leider musste ich feststellen, dass die Menschen, bei denen mein Unterbewusstsein von Anfang an „Achtung!“ geschrien hat, auch diejenigen waren, die die Therapie abbrachen oder wo es sogar zu unschönen Szenen kam. Einfach weil die Chemie nicht stimmte. Die Methode nicht die Richtige war. Die Motivation nicht passte.

 

Ich kann Dir nur empfehlen: Achte von Anfang an auf Dein Unterbewusstsein. Wenn es Alarm funkt, verweise den Klienten weiter zu einem Kollegen oder zeige einen anderen Weg auf, den Du für geeignet hältst.

 

Denn eins ist klar. Jeder Klient hat Familie, Freunde und Bekannte. Meistens ticken diese Menschen sehr ähnlich. Und Du bist dort im Gespräch. Wirst erwähnt, vielleicht sogar weiterempfohlen. Möchtest Du wirklich mehr von dem, was schwierig ist?

Fehler 5: Du holst Dir keine Hilfe

 Wer als Hypnose-Coach oder-Therapeut in eigener Praxis startet, tut das meist als Einzelunternehmer. Leise flüstert Dir der innere Antreiber das Wort „selbst“ und „ständig“ ins Ohr.

 

Du bist für alles selbst zuständig: Coaching und Therapie – soweit klar. Das Konzept hinter der Praxis – auch noch ok. Aber eben auch Buchhaltung, Steuer, Klienten gewinnen, Datenschutz, Website erstellen beziehungsweise aktuell halten, Social Media Kanäle bedienen.

 

Du bist die Fach-Expertin, aber auch die Werbefachfrau, der Finanzchef, der Datenschutzbeauftragte, der Programmierer und so viel mehr – alles in einer Person. Das kann einen ordentlich fordern und ins Schwitzen bringen – ja anfangs auch überfordern.

 

Aber ehrlich – auf die Idee, mir Hilfe zu holen, wäre ich die ersten Jahre im Leben nicht gekommen. Mein Glaubenssatz war: „Unterstützung holen kann man sich dann, wenn man genug verdient.“ Dieses „genug“ habe ich allerdings nicht definiert.

 

Also habe ich mich reingehängt, mir sämtliche Fähigkeiten angeeignet. Hab Kurse belegt. Bin nächtelang über Texten und Videos gesessen. All das war sehr anstrengend, hat viel Substanz gekostet.

 

Deshalb würde ich Dir raten: hol Dir von Anfang an dort Unterstützung, wo Du wirklich die allergrößten Schwierigkeiten hast. Denn der Teil verschlingt unendlich viel Zeit und Geld und führt oft zu Frustration. Die Lust am eigenen Business zu verlieren ist nämlich das Schlimmste, was Dir passieren kann.

 

Dich nervt es, Überblick über die Finanzen zu behalten? Dann gib alles an einen Steuerberater ab. Bilder für Deine Website aussuchen, Social Media Posts erstellen, einen Newsletter einrichten ist überhaupt nicht Dein Ding? Hol Dir eine virtuelle Assistenz.

 

Und eine Sache finde ich noch viel wichtiger als alles Andere: lass Dich bei der Arbeit mit Deinen Klienten durch einen erfahrenen Hypnose-Experten begleiten. Nimm Supervision in Anspruch und mach dadurch Deine Arbeit von Monat zu Monat immer besser.

Meine Hypnose Praxis gründen erscheint ganz schön schwer....

 

Fünf Fehler habe ich Dir in meinem Artikel genannt und meine praxiserprobten Lösungen dafür gleich hinterher geschoben. Du merkst jetzt, dass das alles ganz schön viel ist, was Du beachten sollst? 

 

Du merkst, dass Du eigentlich jemanden bräuchtest, der Dich an die Hand nimmt? Der Dir Schritt für Schritt zeigt, wie es für Dich persönlich gehen kann, Deine Hypnose Praxis zu gründen und erfolgreich aufzubauen?

 

Dann buch Dir jetzt mein kostenloses Strategie-Gespräch. Lass uns gemeinsam sehen, wo Du stehst und was Du brauchst, um Deinen Traum von der eigenen Praxis wahr werden zu lassen. 

 

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