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Monatsrückblick Februar 2022: Die Hyäne lacht mir spöttisch ins Gesicht

Eine Hyäne lacht mir spöttisch ins Gesicht

Wenn Dein Monat ein Tier wäre – welches wäre es? Diese Frage stellte meine Facebook-Bekannte und Schreibtrainerin Rosa Pessl vor einigen Wochen. Mein Februar war eindeutig eine getüpfelte Lachhyäne. Denn einerseits war dieser Monat beruflich bestimmt vom Thema Selbstfürsorge. An dieser Stelle ein paar Konfetti -  mein neuer Kurs ist online. Andererseits wurde ich aber plötzlich krank. Wurde schachmatt gesetzt. Musste Termine absagen. Es fühlte sich an, wie von einer Hyäne lachend verspottet zu werden. Frei nach dem Motto: „Da hast Du Deine Zeit für Selbstfürsorge. Bitteschön.“ Aber ich wäre ja nicht ich, wenn ich nicht in allem etwas Positives finden könnte. Ich hustete und schniefte der Hyäne ins Gesicht und kümmerte mich intensiv und ganzheitlich um mich. Dabei entstanden (hypno-) magische neue Ideen J

Mein Februar 2022

Adventszeit nachholen in der Westernstadt

Julia Georgi vor einem Lichtervorhang in Pullman City

 

Das erste Februarwochenende. Als Familie wollten wir gemeinsam etwas erleben. Mal wieder rauskommen. Und kurzerhand sind wir mit einer lieben Freundin zusammen in die Westernstadt Pullman City gefahren. Und waren total erstaunt, dass wir nicht nur Cowboys, Indianer und Pferde gesehen haben, sondern eine vollständig erleuchtete Szenerie wie im Advent. Überall Buden wie am Weihnachtsmarkt. Eine Lichtershow. Märchenhafte Gestalten in Form von Frau Holle, Schneeweißchen und Rosenrot sowie Väterchen Frost marschierten durch die Main Street.

 

Der Duft nach gebrannten Mandeln und Glühwein zog durch die Wege. Die Temperaturen genauso wie im Dezember.

 

Es stellte sich eine wunderbare Leichtigkeit ein. Ein wohliges Gefühl. Unter Menschen sein. Gemeinsam Schönes erleben. Dieser Ausflug war ein gelungenes Nachholen der Adventszeit. 

 

Valentinstagsaktion und Launch meines Hamsterrad-Stopper-Kurs

Valentinstagsaktion und Launch des Hamsterrad-Stopper-Kurses

 

Hui – die ersten beiden Februarwochen waren ein wilder Ritt. Alles drehte sich um das Thema Selbstfürsorge und den neuen Kurs, der dazu entstanden ist. Schon im November begann ich mich, intensiv mit dem Thema auseinanderzusetzen, als bei einer Umfrage klar wurde, dass das Thema „Selbstfürsorge für Coaches, Therapeuten, Trainer und Berater“ gewünscht wurde als Input für meinen Adventskalender 2021. 

 

Schon beim Adventskalender war mir durch die Rückmeldungen klar, dass ich da etwas ganz Großes, Wichtiges thematisiert hatte. Etwas, wo richtig Leidensdruck dahinter steckt. Für den Beruf brennen ohne auszubrennen. Sich für die Klienten einsetzen ohne ständig eigene Grenzen zu überschreiten. Ausgleich finden nach einem langen Arbeitstag – am besten indem man Methoden, die man Anderen beibringt, für sich selbst anwendet. Entspannen durch Jahresplanung. Die eigene Rolle reflektieren und aufhören, der perfekte Coach/Therapeut sein zu wollen. Das alles und noch viel mehr steckt da drin.

 

Und ich habe einen Kurs dazu gebaut: den Hamsterrad-Stopper-Kurs, der Dir 12 Wochen lang das Thema immer wieder unter die Nase reibt, ohne dabei tägliche Pflichten ausüben zu müssen oder fancy Techniken lernen zu müssen.

 

Im Januar kam mir dann die Idee, den Kurs im Zusammenhang mit dem Valentinstag zu launchen. Passt doch perfekt: Liebe – Selbstliebe – Selbstfürsorge. Und es gab passend zum 14. Februar 14 Prozent Einführungsrabatt. Es waren aufregende zwei Launch-Wochen!

 

Gelebte Selbstfürsorge

Julia Georgi schließt genussvoll die Augen beim Spaziergang

 

Immer wenn ich mich mit einem Thema sehr intensiv beschäftige, färbt das auf mein Leben ab. Meist eher auf das berufliche Wirken. Aber das Thema Selbstfürsorge hat definitiv auch mein Privatleben umschmeichelt, wie das weiche Fellchen meiner Katze, wenn sie mir um die Beine schleicht.

 

Ich habe mir selbst Blumen geschenkt und dadurch gute Laune und Frühlingsgefühle ins Haus geholt. Trotz Wind und Wetter war ich viel auf Spaziergängen unterwegs. Ich habe mir Zeit genommen fürs Backen, was eine große Leidenschaft von mir ist. Und fürs Lesen. Wie immer gibt´s bei mir parallel ein Fachbuch und einen Roman. Mit viel Achtsamkeit konnte ich auch die kleinen Dinge am Wegrand wahrnehmen und habe so die allerersten Gänseblümchen entdeckt. Als meine Tochter eins pflückte und mir mit den Worten „Für Dich Mama, weil ich Dich so lieb habe“ in die Hand drückte, hab ich dieses wohlig-wärmende Gefühl ganz tief in mein Herz einziehen lassen, wie eine Gesichtsmaske.

 

 

Es gab im Februar im Vergleich zu dem halben Jahr vorher viele arbeitsfreie Abende. Meine Zeit widmete ich verstärkt auch der Vorausplanung. Es ist so entspannend zu wissen was kommt und nicht jeden Tag neu darüber nachdenken zu müssen. 

Erste Faschingsfeier als Mama

Fasching 2022: Brosche für das Eiskönigin Kostüm

 

Die letzten beiden Jahre ist Fasching ausgefallen. Dieses Jahr erlebte ich das Fest der Pappnasen und Krapfen zum ersten Mal bewusst als Mama. Erstes Kindergartenjahr meiner Tochter. Und das bedeutete: ein Kostüm musste her.

 

Wie so viele andere Mädchen wollte auch meine Tochter ein Eiskönigin-Kostüm. Jetzt hätte man natürlich eines kaufen können. Aber dann hätte es im Kindergarten bestimmt fünf gleiche Outfits gegeben. Das geht in meiner Vorstellung gar nicht. Deswegen habe ich mich in mein Nähzimmer zurückgezogen. Meine Stoff-Vorräte durchforstet, gemessen, Farben verglichen, Stoffe gestreichelt, Borten herausgesucht. Und siehe da: eine erste Idee entstand.

 

 

In einer Nachtaktion entstanden ein Kleid, eine passende Leggins und ein Umhang. Es kostete drei Tassen Tee, eine abgebrochene Nadel wegen der dicken Bommelborte und mindestens zwei graue Haare durch das Einfädeln meiner Overlock-Maschine. Und weil meine Tochter ja der größte Glitzer-Bling-Bling-Fan ist, musste auch noch ein ganz individueller Gürtel her. Gott sei Dank haben meine Finger den Sekundenkleber überlebt. Und die strahlenden Augen der Kleinen haben jeden Aufwand wett gemacht. Wie die Königin persönlich ist sie durch die Kindergarten-Tür stolziert: Mama-Stolz ist etwas richtig Schönes!

Stürmische Zeiten

Sturm Februar 2022

 

Februar war der Monat der heftigen Windböen und des Sturms. Hier bei uns im Rottal/Ostbayern sind wir Gott sei Dank mit einem blauen Auge davon gekommen. Es hat zwar Bäume geknickt, unser Sonnenschirm auf der Terrasse hat sich verabschiedet und unsere Katze hat sich tagelang geweigert, ihre Pfötchen vor die Tür zu setzen. Das war´s aber. Auch wenn die dunklen Wolkenberge am Himmel und das Heulen im Kamin durchaus gruselig anmuteten.

 

Ganz anders im Norden mit Sturmflut und so weiter. Immer wenn ich solche Nachrichten höre, denke ich an die große Jahrhundert-Flutkatastrophe 2013, die auch mich und meine Familie betroffen hat. Ich höre wieder die Sirenen. Rieche wieder das Brackwasser, das Öl und die Verwesungsgerüche der überall schwimmenden Tierkadaver. Ich sehe wieder die Tränen meines Vaters, den ich in den damals 30 Jahren meines Lebens noch nie weinen gesehen habe.  Ich fühle wieder den Ganzkörper-Muskelkater, der sich eingestellt hat, nachdem ich tagelang Seite an Seite mit meiner Familie und freiwilligen Helfern in Schlamm und Öl geschuftet habe. Ich erlebe wieder dieses abgrundtief traurige Gefühl, das ganze Leben, die komplette Kindheit zu begraben: denn meine Heimat gibt es nicht mehr – die Häuser wurden abgerissen. Alle Spielsachen, viele Fotos und Erinnerungen existieren nicht mehr. Und ich erlebe auch die um sich greifende Existenzangst und dieses verzweifelte Bemühen, zu retten und zu erhalten.

 

Ich habe erlebt, wie berufliche und private Existenzen zerstört wurden, wie Familien zerrüttet wurden, wie Menschen als einzigen Ausweg den Suizid wählten, wie stabile Menschen in traumatisierte Häufchen Elend verwandelt wurden. Ich habe große Hilfsbereitschaft und Solidarität in den ersten Tagen erlebt. Aber auch später Neid, Missgunst und üble Nachrede.

 

Ich erinnere mich an eine Situation, die mich besonders wütend gemacht hat. Der damalige Bundespräsident Gauck wurde in Fischerdorf angekündigt. Die Zufahrtsstraße wurde für einige Zeit gesperrt. Alle Hilfsorganisationen, Feuerwehren und Helfer stoppten ihre Arbeit. Wir standen in schlammverschmierten Gummistiefeln, verschwitzten Klamotten mit roten Köpfen, ungeschminkt am Straßenrand, als mehrere schwarze, auf Hochglanz polierte Limousinen vorfuhren. Gauck stieg aus und ging mit blütenweißem Hemd und ordentlichem Anzug mit den Lokalpolitik-Größen durch die Hauptstraße. „Danke an die Helfer. Danke an die Helfer“, klang es aus seinem Mund, begleitet von einer Geste, die der Queen auf der alljährlichen Parade alle Ehre gemacht hätte. Und bis man sich´s versah stieg er wieder schwupps ins Auto. Ich fragte mich einfach nur: welche Art von Hilfe sollte das gewesen sein? Geld hat er nicht mitgebracht, Schaufel hat er auch keine in die Hand genommen und emotionale Hilfestellung konnte er auch nicht leisten. Im Gegenteil – es hat mich beschämt so dreckig da zu stehen.

 

 

Zeit heilt alle Wunden sagt man ja so schön. In diesem Fall ohne psychotherapeutische Hilfe eher nicht. Ich habe selbst Hilfe bei einem Kollegen in Anspruch genommen und im Anschluss der Stadt unbürokratische Hilfe für Traumatisierte angeboten. 

Social Media Pause

Tasse Cappuccino als Zeichen für Social Media Pause

 

Seit Monaten poste ich meist täglich – auf Facebook, Instagram, Linkedin. Hier ein Video drehen. Da eine Story erstellen. Welches Foto passt zu meinem Text? Und nicht weniger intensiv habe ich die Posts befreundeter Konten verfolgt und kommentiert.

 

Ende Februar habe ich gemerkt, dass es mich beginnt zu nerven. Dass es lästige Pflicht wurde. Und habe sofort einen Riegel vorgeschoben. Denn meine Hypnoseprofi-Arbeit ist meine Leidenschaft. Ich liebe es, Hypnose zu unterrichten. Ich unterstütze mit voller Begeisterung Menschen beim Aufbau der eigenen Hypnose Praxis. Das passt nicht zusammen mit „Ich poste weil ich muss, weil ich es mir so vorgenommen habe“.

 

 

Deshalb habe ich mich kurzerhand entschlossen, die letzte Februarwoche „blau“ zu machen. Und das zu tun war eine richtig gute Idee. Denn es hat mich hinaus befördert aus diesem Trott. Hat mich auf andere Gedanken gebracht. Hat mich neue Inhalte erdenken lassen. Deshalb halte ich es mit dem Satz: Wer nichts richtig Gutes zu sagen hat, der sollte einfach die Klappe halten.

Was im Februar 2022 sonst noch los war:

·        Ich habe begonnen, ein neues Buch zu lesen. Robert Kraxner: „Jenseits der Norm: Werde der Mensch, der du sein kannst“.*

·    Durch die Einleitung dieses Buchs lernte ich Stéphane Etrillard kennen. Business-Philosoph, Autor, Mentor. Was ich sehr an ihm schätze ist seine Authentizität. Seine klare, schonungslose Meinungsäußerung, die einen zum Nachdenken zwingt.

·        Storytelling Fortbildung mit Sebastian Fiddicke. Nur er schafft es, dass ich abends um 22 Uhr noch ungeschminkt ein Video drehe. Einfach machen – danke dafür!

·        Ich habe zwei tolle Interviews mit zwei tollen Frauen geführt: eines davon ist bereits auf Youtube zu sehen. Im Gespräch mit Sandra Schniederjan geht es um Atem und Stimme: die wichtigsten Werkzeuge eines jeden, der mit Hypnose arbeitet

Mein Blog-Rückblick auf den Februar 2022:

Ausblick auf meinen März 2022:

·        Das erste Märzwochenende befinde ich mich auf Online-Fortbildung: und zwar beim Klangkongress des Peter Hess Instituts. Unter anderem freue ich mich sehr auf den Vortrag zum Thema „Klang bei Angststörungen und Depressionen“.

·        Endlich, endlich, endlich! Seit mehreren Jahren hatten wir keinen Familienurlaub. Im März ist es soweit. Wir nehmen uns eine kurze Auszeit – und zwar im schönen Hamburg. Mit Musicalbesuch, Hafenrundfahrt und 4-Sterne-Luxus!

·        Ich starte am 14.03.22 mit Stéphane Etrillard ins 120 Tage Programm „Wenn nicht jetzt wann dann – ergebnisreich wirken!“

·        Die Vorbereitungen für das große Live-Webinar-Wochenende  am 01./02./03.04.2022 laufen. Thema „Von der Hypnoseausbildung zur eigenen Praxis: 9 erprobte Tipps für einen gelungenen Start“. 

Mit diesem Monatsrückblick nehme ich ein Ritual auf, dass ich von der lieben Judith Peters von Sympatexter gelernt habe. Vielen Dank dafür. Ich finde es strukturiert sehr. Macht einem bewusst, wie belebt ein Monat wirklich war. Und für mich ist es eine prima Steilvorlage für Wertschätzung und Dankbarkeit für all das Gute, was täglich um mich herum geschieht. 

 

 

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