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Jahresrückblick 2023: Mit Glitzer drüber ist alles besser

Jahresrückblick 2023: Julia Georgi mit Rentierbrille und Glitzer

 

Professionelle Glitzer-über-das-Leben-Streuerin. Das war mein Hauptberuf im Jahr 2023. Denn Glitzer macht schließlich alles schöner, oder? Und Glitzer konnte ich in diesem ereignisreichen Jahr gut gebrauchen. Auf der Intensivstation genauso wie an dem Punkt, als ein Sturm meinen Podcast-Launch vereitelte. 

 

Glitzer kann in meinem Leben verschiedene Formen annehmen. Als Hypnotherapeutin nehme ich den goldenen Sternenstaub natürlich wörtlich, wenn ich in Selbsthypnose innere Bilder kreiere. Humor lässt immer alles schimmern. 2023 war aber auch Schreiben definitiv Glitzer für mich - in jeglicher Form. Auszeiten mit meiner Familie. Und Deep Work Phasen, in denen ich richtig viel geschafft habe. 

 

Aber wenn ich ganz ehrlich bin - gilt für mein Jahr 2023 auch der Ausspruch "You can´t polish sh ..". Deshalb habe ich mich auch intensiv mit den Tiefpunkten beschäftigt. Habe mich hängenlassen, wo das Leben rumhängen von mir gefordert hat. Habe mich mit der Sinnfrage beschäftigt. Mit dem "Was will ich noch vom Leben?". Und habe meine Löffelliste veröffentlicht. Folgt mir in ein mein Achterbahn-Jahr (inklusive Bling-Bling-Garantie). 

Die Inhalte dieses Blogartikels

1. Was hatte ich mir für 2023 vorgenommen - und was ist daraus geworden?

In meinem Jahresrückblick 2022 hatte ich mir für dieses Jahr Ziele gesteckt. Hier zeige ich was geklappt hat - und was nicht.

 

• Projekt PodcastCheck. Die erste Folge lief am 10.03.2023. Season 1 bestand aus zwölf Episoden. Weitere sind bereits für 2024 geplant.

• Mehr als eine Workation: Eine ist es geworden - und zwar Anfang März. Im schönen Zillertal. Zwei weitere waren geplant, konnten aber leider nicht angetreten werden, weil ich im Krankenhaus lag. 
• Mehr 1:1 Mentoring über längere Zeit: Dieses Angebot scheint nicht den Nerv der Zeit getroffen zu haben. Gewünscht waren von meinen Kunden 2023 eher die kurzen, schnellen Fortbildungen wie etwa meine Hypno-Fokus Seminare und die Strategienachmittage
• 55 Blogartikel im JahrOhne dass ich zwischengezählt hätte: Es sind genau 55 Artikel entstanden. Von der fachlichen Anleitung über den Monatsrückblick bis zum Klare-Kante-Statement.
• Live-Treffen mit Blogger-KolleginnenEins von vieren hat geklappt. Da ist noch Luft nach oben.
• Urlaub am Meer und in den Bergen: Eins davon hat geklappt und war wunderschön (siehe weiter unten).

Jahresrückblick 2023

Podcast-Jubel

Podcast How to Hypnosepraxis - Praxis eröffnen und erfolgreich als Hypnotherapeut/ Hypnosecoach arbeiten
Lange geplant, Inhalte erstellt und dann endlich online - und das noch mit Hindernissen.

 

Am 10. März 2023 habe ich meine erste Podcast-Folge veröffentlicht. Lohnt sich das, eine Hypnosepraxis zu gründen? Diese Frage stellte und beantwortete ich in knapp zehn Minuten. Sehr viel Arbeit habe ich in den Podcast gesteckt. Und es sollte eine große Eröffnungs-Party geben. Ich wollte live gehen. Konfetti werfen. Mit meinen silbernen Pompons wedeln. Und mit meiner Community feiern. 

 

Doch dann zog ein Sturm auf. Regen flutete den Garten. Stühle flogen quer durchs Grün. Eine Spur der Verwüstung zog sich durch die Nachbarschaft. Und das Schlimmste: Das Internet war kurz out of order. Das heißt: die große Party fiel aus. Und ich war derbe enttäuscht. 

 

Obwohl der Start so ruckelig war, konnte ich 2023 mit meinem Podcast gute Erfolge feiern. Season 1 umfasste insgesamt 12 veröffentlichte Folgen. Sie wurden vor allem in Deutschland, Österreich und der Schweiz gehört. Die meisten Top-Fans waren weiblich. Insofern habe ich genau mein Wunsch-Publikum erreicht. Mehr als zehn Kunden habe ich dadurch gewonnen. Ein für mich schon richtig guter Start. Übrigens: Meine am meisten gehörte Folge ist diese hier: Eigene Praxis aufbauen - wie Du es hoffentlich nicht machst!

Aus online wird offline

Treffen mit Katja Schumann in Bad Griesbach
Wie schön dass es endlich geklappt hat. Bad Griesbach begrüßt Katja Schumann mit strahlendem Sonnenschein.

 

Wir haben uns über ein Coaching-Programm bei Sebastian Fiddicke kennengelernt. Einige Monate haben Diplom-Sportwissenschaftlerin Katja Schumann und ich uns nur online gesehen. Irgendwie klar - denn sie in Paderborn. Eingespannt in ihrer Praxis, in der sie Kinder mit Skoliose behandelt und deren Eltern schult. Und gerade dabei, ihr neues Business-Baby aufzubauen: Schroth-Therapeuten schulen, ihre eigene Privatpraxis zu betreiben. Und ich in Bad Griesbach, quasi am anderen Ende der Republik, mitten zwischen Mama-Sein, meinen Klienten in der Hypnose Praxis und meinen Weiterbildungs-Kursen für Hypnose-Coaches und -Therapeuten. 

 

Per Zoom haben wir uns ausgetauscht über unser Business. Über Ideen. Angebote. Strategien. Preise. Herausforderungen. Über Rückmeldungen von Kunden. Erfolge und Misserfolge. Haben uns bestärkt, motiviert und auch mal davor gewarnt, wenn das Arbeitspensum zu viel geworden ist. 

 

Im April war es dann soweit und wir haben uns das erste Mal live getroffen. Bei mir zu Hause. In meiner Praxis. Wir hatten zwar nicht viel gemeinsame Zeit. Aber wir haben etwas umgesetzt, was wir uns schon lange vorgenommen hatten: Nämlich ein gegenseitiges Fotoshooting. Eines, das uns mit verschiedensten Gesten und verschiedenster Mimik zeigt und das wir benutzen können für Social Media und bei mir als Titelbild für Blogartikel und Angebote. 

 

Es waren spannende Stunden. Ich habe mich sehr darüber gefreut, dass aus online offline wurde. Und könnte mir gut eine Fortsetzung im Norden Deutschlands vorstellen.

Deep Work Phase

Mein optimaler Arbeitsplatz: Im wunderschönen österreichischen Zillertal
Nirgends arbeitet es sich besser als im Haidachhof. Gut umsorgt vom wunderbaren Team. Gemütliches Ambiente. Und aus dem Fenster hinausblickend sieht man die schneebedeckten Berge.

 

Da habe ich mich mal wieder influencen lassen und das Buch "Konzentriert arbeiten: Regeln für eine Welt voller Ablenkungen" von Cal Newport gekauft und verschlungen. Darin kam ich zum ersten Mal in Kontakt mit der Idee von "Deep Work". Phasen intensiver, ablenkungsfreier Arbeit. Völliger Rückzug vom normalen Alltag. Handy aus. Social Media weglassen. Kein Kind, das gleich ums Eck kommt und etwas von einem möchte. Keine sonstigen Verpflichtungen. Nicht ständig die eigene Arbeit unterbrechen müssen um etwas anderes zu tun. Solch ein Vorgehen liefere besonders gute Ergebnisse. Und das konnte ich mir sehr gut vorstellen. 

 

Ich habe mir für zwei Tage Workation im schönen Zillertal gebucht. In einer für mich vertrauten, geliebten Umgebung. Ein Ort, an dem ich weiß, dass ich mich wohlfühle. Mit einem großen Ziel im Gepäck. Denn ich wollte zwölf Podcastfolgen  aufnehmen und vorplanen. Die Shownotes dazu verfassen. Sowie die Ankündigungs-Emails dazu schreiben und vorplanen.  

 

Drei Videos sind zusätzlich entstanden. Eines davon direkt aus einer Begebenheit im Pool heraus: Am Anfang Power, dann Luft raus im Business - so passiert Dir das nicht.

 

On top gab es leckeres Essen. Live-Musik am Abend. Tolle Spaziergänge mit ersten Frühlingsbegegnungen. Morgendliches Schwimmen mit Blick auf schneebedeckte Berge. Davon zehre ich übrigens noch bis heute. Denn diesen Anblick vergisst man nicht so leicht. Trotz der vielen Arbeit und der langen Fahrtstrecke hat sich auch Erholung eingestellt. 

 

Hätte mir mein gesundheitlicher Zustand dieses Jahr keinen Strich durch die Rechnung gemacht, hätte ich insgesamt vier solcher Deep Work Phasen im Jahr eingeplant. Aber bald ist 2024 und dann wird gebucht. 

Mein erster Online-Aprilscherz

Spaß muss sein, oder? Ich hatte wirklich Freude an diesem politisch völlig inkorrekten, überspitzten Fotoshooting

 

Erst habe ich mir den Kopf zerbrochen und die Haare gerauft. Mir wollte einfach kein April-Scherz einfallen, der zu meinem Business passt. Der witzig ist, aber doch nicht völlig drüber. Der mir auch geglaubt werden könnte. 

 

Und dann kam nachts auf dem Weg zu einem Glas Wasser die zündende Idee zu Hypno-Personality. Ein Workshop mit ganz viel Selbsterfahrung. Dort dürfen die im Weg liegenden Steine noch selbst getragen werden. Und Du kannst live ausprobieren, wie es sich anfühlt, in fünf Jahren eine erfolgreiche Praxis zu führen. Das geht von einem Anruf eines zufriedenen Klienten, über das Look-and-feel eines vollen Terminkalenders, bis zur Fahrt im Luxusauto, nachdem Du bereits um 14 Uhr Feierabend gemacht hast! Und Du kannst in verschiedenste therapeutische Rollen schlüpfen. Wer magst Du sein?  Showhypnose-Gott oder die Wackeldackel-nickende Therapeutin mit Helferkomplex. Du kannst es nur wissen, wenn Du es ausprobierst. Zuguterletzt noch ein Unternehmer-Styling.

 

Es hat zwar leider niemand in echt gebucht (was ich verdammt schade finde, weil die Anleitung dieses Workshops mir diebische Freude bereitet hätte). Aber ich denke ich konnte ein paar Mundwinkel nach oben schießen lassen. Und ich selbst hatte riesigen Spaß beim Fotoshooting

40 Jahr, blondes Haar

Julia Georgi wird 40
Die Party fiel zwar ins Wasser, weil ich zu dem Zeitpunkt nur Zwieback essen konnte. Aber der Humor ist mir nicht abhanden gekommen.

 

40 Jahre . "Das halbe Leben ist rum." "Jetzt geht es nur noch abwärts." "Das einzige was jetzt noch knackig ist, sind Deine Knochen." Ja danke auch. Mit solchen Sprüchen bin ich bombardiert worden. Ich bin ja selbst sehr humorig drauf und habe auch milde gelächelt. Trotzdem kam ich nicht umhin, das Körnchen Wahrheit herauszupicken und genau anzusehen. 

 

Ich habe kein Problem mit der 40. Sie ist nur eine Zahl. Sie macht mir keine Angst oder hinterlässt keine schlechten Gefühle. Und doch stellt sich für mich intensiv die Frage: Ist bereits alles so, wie ich es mir vom Leben wünsche? Bin ich auf dem richtigen Weg? Wo wird es jetzt höchste Zeit, die Handbremse zu ziehen? Wo kann ich mich nochmal neu erfinden? Was möchte ich noch lernen? 

 

Diese Fragen sind sinnvoll. Und notwendig. Denn sie sind Motor für Veränderung. Denn ich möchte nicht, dass ich diese fünf Dinge, die Sterbende bereuenebenso bereue, wenn meine Zeit gekommen ist. Ich möchte der Welt etwas hinterlassen. Ich möchte, dass mein Sein einen Unterschied gemacht hat im Leben Anderer. In den Herzen und den Köpfen. 

Vom Zauber der Löffelliste

Julia Georgi und ihre Bucket List
Mich hat überrascht, wie aktiv mich diese Liste werden lässt. Und dass ich in der Lage war, einige Dinge, die noch sehr weit entfernt schienen, direkt umzusetzen.

 

Schreib Deine Löffelliste haben sie gesagt. Es wird Dein Leben verändern. Na ja, spätestens nachdem ich den Film "Das Beste kommt zum Schluss" gesehen habe, weiß ich immerhin, wovon Menschen sprechen, wenn sie eine Bucket-List erwähnen. Ich habe mich also vor meinen Computer gesetzt. Die Augen geschlossen. Mich ein bisschen in das Thema hineingeträumt. Und dann in die Tasten gehauen. Wünsche, Träume, Visionen, aber auch reale Ziele. All das habe ich festgehalten. 

 

Und flugs hatte ich 59 Punkte da stehen. 59 Dinge, die ich in meinem Leben noch tun, erreichen, erleben möchte. Höchste Zeit es anzugehen, dachte ich mir. Der allererste Punkt, den ich direkt abhaken konnte, war übrigens: Einen Weihnachtsbaum gestalten, der nicht in den klassischen Farben blau, silber, rot, gold gehalten ist. Er wurde dann türkis-braun. Die erste Business-Sache, die ich umgesetzt habe, war, einen Pinterest-Account einzurichten (März 2023).

 

Besondere Freude hat mir gemacht, am 10.10.2023 den Punkt "100 Blogartikel veröffentlichen" abhaken zu können. Mit stolz geschwellter Brust. Wer hätte das gedacht, als ich mein Blogprojekt gestartet habe. Der Artikel war übrigens ein persönlicher Artikel, extrem kreativ und sogar noch ein Beitrag zu einer Blogparade. Es ging um "Die Nudelfrage".

 

Ich kann jedem nur von Herzen empfehlen, sich die Zeit zu nehmen, eine Löffelliste anzulegen. Es bringt das Unterbewusstsein dazu, auf Suche zu gehen. Es aktiviert, bringt in Bewegung. Man hört auf, dahinzuleben und beginnt stattdessen, zielgerichteter die eigenen Träume umzusetzen. Man hört auf, zu warten, dass einem das fertige Ergebnis zur Haustür hineingetragen wird und tut stattdessen sinnvolle Dinge, die erste Schritte zum Abhaken des nächsten Punkts sind. 

 

Was wird wohl mein nächstes Abenteuer sein? Ich kaufe mir auf jeden Fall noch im Dezember ein Bayern-Los von der Tankstelle. Wie jedes Jahr. Vielleicht kann ich dann den Punkt "Mehr als zwei Euro mit einem Bayern-Los gewinnen" abhaken? Ich sag Bescheid, falls ich plötzlich Millionärin bin :-)

Das Kult-Format 2023

Julia Georgi hält Hypno-Fokus-Seminar
Aus dem Kult-Format Fallbesprechung habe ich unglaublich wichtige Erkenntnisse über die Bedürfnisse meiner Community gewonnen. Diese konnte ich wiederum einfließen lassen in meine Fokus-Seminare. So profitieren meine Kunden maximal.

 

Fallbesprechung - so hieß das Kultformat 2023 in meinem Business. Mein Freebie "How to Hypnose Praxis" ist beliebt. Es zeigt meine Ideen, meine Arbeitsweise. Gibt wieder, wofür ich stehe. Aber es kann eine Sache nicht: Es zeigt nicht meine Stimme, meine Lebendigkeit, meine Motivation, mein Brennen dafür, meinen Kunden hilfreiches Wissen zu vermitteln. Und live stellen sich Fragen einfach viel leichter. 

 

Ich habe diese (fast) monatlichen Live-Zoom-Meetings geliebt. So direkt mit meiner Community in Kontakt zu sein. Besser verstehen zu können, was die Herausforderungen sind. Wo die Leute gerade stehen. Was ihr nächster Schritt ist. Wo sie Unterstützung brauchen. 

 

Aus diesem fachlichen Austausch heraus sind die Hypno-Fokus-Seminare entstanden. Ein Format, an dem ich ebenso großen Spaß habe. 

 

In den Fallbesprechungen habe ich nicht nur anonymisierte Fälle aus meiner Praxis und meine Vorgehensweisen vorgestellt und viele tiefergehende Fragen beantwortet. Ich habe vor allem verstanden, dass der Ausbildungsstand der Teilnehmer je nach Ausbildungsinstitut sehr unterschiedlich ist. Und dass die meisten Anfänger vor allem deswegen unsicher sind, weil sie zu wenig praktisch geübt haben. Diese Informationen nutze ich dazu, meine Angebote weiter zu verbessern. 

Seehunde, Watt und Meer

Sand, Watt, Wasser, Sonnenuntergang - Herz, was willst Du mehr. 

 

Es gehörte zu meinen Träumen, meiner Tochter das Meer zu zeigen. Ok, es wurde die Nordsee. Aber immerhin. Sonne. Strand. Wasser. Beach Festival. Alles da in Horumersiel. Fülle. 

 

Allerdings startete der Urlaub holprig. Das Ferien-Appartement war alles andere als hübsch. Mein Mann verletzte sich noch am Anreisetag. Der Ort selbst ist ein Hotelsilo. Und die Wetterkarte zeigte auch Regentage. Den Urlaub zu genießen war also zunächst eine Herausforderung. Als wir aber beschlossen hatten, das Beste daraus zu machen, lief es ...

 

Wir haben mit großer Begeisterung die Füße ins Watt gesteckt. Haben Wattwürmer und Krebse gesehen. Haben darauf hingefiebert, dass das Wasser zurück kommt und um uns in die kalten Fluten zu stürzen. Wir haben Muscheln gesammelt und eine Sandburg gebaut. Ich habe am Strand einen Cocktail geschlürft. Und wieder mal die Erfahrung gemacht, Sand einfach überall zu haben ;-) Als Familie konnten wir einen Sonnenuntergang am Strand genießen. Beim Beach Festival Essen aus aller Herren Länder genießen. Heuler in der Seehund-Aufzuchtstation beobachten. Im Marinemuseum in die Geschichte eintauchen. 

 

Natürlich gehörte auch Ostfriesentee zum Programm. Der Otto-Leuchtturm und das Otto-Museum. Ein verrücktes Auto- und Spielzeugmuseum. Verschiedene Windmühlen. Ganz viel Fisch auf der Speisekarte. Und ich habe mir eine Hoodie-Jacke mit Anker drauf gekauft, die ich seither fast jeden Tag abends trage. (Ja, ich bin ein Touristen-Nepp-Opfer. Spenden werden gerne angenommen.)

 

2024 soll es auf jeden Fall wieder einen Familienurlaub geben. Ziel unklar.

Leidenschaft für Bücher - extended

Lesestoff für Groß und Klein - der Buchblog von Julia Georgi
Einer der ersten Buchrezensionen auf meinem brandneuen Buch-Blog. Sowohl Kinderbücher als auch Bücher für Erwachsene werden gelesen, ehrlich rezensiert und liebevoll fotografisch in Szene gesetzt

 

Ein Leben ohne Bücher ist möglich, aber sinnlos. Ich liebe es, mich in Fantasiewelten hineinzubegeben. Mit Romanfiguren zu leben, lieben, leiden und hoffen. Ich liebe es, mit den Irrungen und Wirrungen des Lebens mitzufiebern. Über Geschriebenes nachzudenken. Auch daraus zu lernen. Mir Fragen zu stellen. So geschehen zum Beispiel bei dem berührendsten Buch, das ich je gelesen habe

 

Ich mag aber auch Kinderbücher und ihre Botschaft, die sie auch (und vielleicht besonders) uns Erwachsenen vermitteln. Zum Beispiel "Die Glücksfee" von Cornelia Funke. Diese Bücher benutze ich sehr gerne in meiner Praxis und stelle sie Klienten zur Verfügung. 

 

Meine Tochter hat die Leidenschaft für Bücher geerbt. Ich glaube sie ist eine der 5jährigen auf der Welt, die mit ihren Büchern als Kette fast den Mond besteigen könnte. Und das ist gut so. Sie liebt es, vorgelesen zu bekommen. Wir haben feste Rituale nach dem Kindergarten und vor dem Einschlafen. Aber: nicht jedes Buch ist gut, und sei es noch so hochgejubelt. 

 

Hier gefällt mir die Botschaft nicht. Da die Illustration. Manchmal ist die Geschichte auch einfach öde. So, dass man sich fragt: "Na, und jetzt?". Bücher sind ja nun auch teurer geworden. Und weil wir eben so viel lesen, habe ich mir gedacht, wäre es doch toll, unser Wissen und unsere Einschätzung weiterzugeben. Und so erblickte der Buch-Blog "Lesestoff für Groß und Klein" das Licht der Welt. Auf dem Blog findest du authentische Buchrezensionen zu Kinder- und Erwachsenenbüchern. Schau doch mal vorbei!

Schreibend durchs Jahr

Journaling
Hier siehst Du mein Büchlein, das mich jeden Morgen begleitet. Ich bin ein großer Fan von mit der Hand schreiben. Da entstehen ganz andere, neue Dinge und es entwickelt eine andere Dynamik als wenn man am Laptop tippt.

 

Ich schreibe also bin ich. Ja noch mehr. Ich schreibe, also definiere ich mich. Gewinne an Klarheit. Das nutze ich für mich - und zwar täglich, seit mein Wecker um 5 Uhr morgens läutet und mir Zeit gewährt, meinen Tag mit einem Ritual zu starten. Ich schreibe erst einmal eine DIN A 5 Seite im Modus "Automatisches Schreiben". Lasse alles aus dem Stift fließen, was mir einfällt. Was in meinem Kopf spukt. Schnell schaltet sich dann immer mein Unterbewusstsein zu und zeigt spätestens am Ende der Seite, worum es wirklich geht. Wirklich genial und sehr zu empfehlen. 

 

Der zweite Teil meines Morgenrituals sieht vor, eine halbe Stunde produktiv zu schreiben. An einem Blogartikel, Newsletter - oder zukünftig - an meinem Buch. Dadurch gelingt es mir, meine Stimme nach außen zu tragen. Sichtbar zu werden. Und somit einen Unterschied zu machen. Wirksam zu werden in der Welt. Wissen weiterzugeben. Erfahrungen zu teilen. 

 

Seit ich täglich schreibe, schaffe ich es, mehr zu veröffentlichen. So konnte ich die Pause-Zeiten durch Krankheit in diesem Jahr wieder reinholen. Und habe ein richtig gutes Gefühl dabei. Seither hatte ich noch nie dieses Gefühl, dass ich vor einer weißen Seite sitze und der Cursor mich vorwurfsvoll anblinkt. Loszuschreiben fällt mir in 99 Prozent der Fälle ganz leicht. Ich zwinge mich aber auch zu nichts. Ich habe immer mehrere Projekte und entscheide am Morgen, worauf ich Lust habe. Eher die vorhandene Struktur eines Blogartikels schreibend auffüllen? Oder doch einen kreativen Newsletter um etwas bauen, was mir gestern passiert ist? 

 

Menschen lieben ja bekanntlich Rituale. Und täglich schreiben ist für mich mein Heilmittel

Intensivstation: Von der Angst zum Antrieb

Ausblick Intensivstation
Das war für mehrere Tage mein Ausblick: Ein Baukran. Die Überwachungskamera. Und dazu gab es ungewürzte Brühe und labbrigen Toast.

 

Der 05.04.2023 wird mir wohl noch länger im Gedächtnis bleiben. Melodramatisch könnte man vielleicht sagen es ist mein zweiter Geburtstag. Denn hätte ich mich nicht selbst ins Krankenhaus eingewiesen und drauf bestanden, dass ich irgendwie mehr haben muss als eine Gastritis, wäre ich an Multiorganversagen gestorben. 

 

Mit utopischen Blutwerten, einem verstopften Gallengang, einer drastischen Bauchspeicheldrüsen-entzündung und den Worten "Setzen Sie sich in den Rollstuhl und verabschieden Sie sich von Ihrer Familie" landete ich auf der Intensivstation. Eine absolute physische und psychische Ausnahmesituation. Und 2023 sollten noch weitere folgen: Mehrfache Betäubung, zweimal Vollnarkose. Medikamentöse Grenzerfahrungen. Atemnot. Was war, das war. Das werde ich nicht mehr ändern. Aber das, was ich daraus gelernt habe, bleibt. 

 

Ganz persönlich hat es mir bewusst gemacht, dass ich viel mehr Freude und Spaß in mein Leben einladen möchte. Dass ich noch viel mehr Prioritäten setzen werde auf Zeit mit meiner Familie, Zeit für meine Tiere, meine Hobbies. Und dass es mir "wurschtiger" ist, was Andere von mir erwarten oder über mich denken. Ich habe begonnen, Dinge aus meiner Bucket-List umzusetzen und sogar für den Sommer und den Herbst eine eigene To-Want-Liste geschrieben. 

 

Und wie die Intensivstation sogar zu meinem Businesslehrer geworden ist, liest Du im verlinkten Blogartikel.

Ich liebe Sketchnotes

Sketchnotes fürs Business
Mein allererster Versuch, Sketchnotes und Business zusammen zu bringen: ich habe versucht, mein Adventskalender-Angebot bildlich darzustellen :-)

 

"Was sind denn eigentlich Sketchnotes?", fragte mich eine Freundin vor einigen Wochen, als ich ihr völlig begeistert von meiner neuen Leidenschaft erzählte. Das Wort setzt sich zusammen aus den beiden Begriffen "Sketch" (Skizze) und "Notes" (Notizen). Gemeint ist also eine Kombination aus Text und Wort, die dazu geeignet ist, schwierige Zusammenhänge einfach darzustellen. Sich Komplexes besser zu merken. Übersichtlicher aufzugliedern. Oder auch Stimmungen zu transportieren. Unser Gehirn arbeitet gern in Bildern. 

 

Ich fand das schon immer toll, wenn ein Ausbildungsleiter seinen Workshop einfach so aus dem Handgelenk mit Bildern aufgelockert hat. Ich wollte das auch können. Aber - ich kann nicht zeichnen. Und dann begegnete mir Simone Abelmann. "Unperfekt ist perfekt" - so lautet ihr Motto. Einfach machen. Draufloszeichnen. Mit ein paar Anleitungen Sicherheit gewinnen, so dass der eigene kreative Motor anläuft. Es hat nur eine Stunde Webinar gebraucht und ich war völlig angefixt. Am nächsten Tag habe ich mir ein großes Stifteset bestellt. Und seither male ich fünfmal die Woche. 

 

Ich benutze Sketchnotes in meiner Praxis. Früher hasste ich ja Flipcharts. Heute liebe ich sie und benutze sie regelmäßig, um Zusammenhänge darzustellen, Genogramme zu zeichnen, Ideen Gestalt annehmen zu lassen, Für und Wider zu sammeln und noch viel mehr. Kleine Bildchen sind ein fester Teil meiner Arbeit geworden und meine Klienten lieben sie. 

 

Ich benutze Sketchnotes auch, um Vorträge zu bebildern. Poste die Bilder in den Sozialen Medien. Meine Weihnachtskarten sind in diesem Jahr durchwegs selbst gemalt. Und: ich habe riesigen Spaß, Simones Vorlagen mit meiner Tochter gemeinsam umzusetzen. Gemeinsame Ma(h)lzeit ist eben die schönste Zeit. 


Meine fünf liebsten Blogartikel des Jahres 2023

Die Nudelfrage - der kreative Weg, mich kennenzulernen

Die Nudelfrage - der kreative Weg, mich kennenzulernen

 

Herrlich verrückt, kreativ, witzig - also treffend Ich. Ist ja wohl klar, dass ich nicht Penne oder Suppennudel bin, oder?

Das deutsche Gesundheitssystem: ein Risiko für die psychische Gesundheit

Das deutsche Gesundheitssystem: ein Risiko für die psychische Gesundheit

 

Mein Beitrag zur diesjährigen Blogparade. Und gleichzeitig einer der Artikel, in denen ich am meisten klare Kante zeige. 

 

Buchtipp 2023 für Therapeut und Klient: Achtsam morden von Karsten Dusse

 

Herzhaft lachen, zustimmend mit dem Kopf nicken, Augenbrauen erstaunt hochziehen: alles das ist möglich mit diesem Buch, das ich wärmstens empfehlen kann.

Erfolgreich selbstständig als Hypnose-Coach oder Therapeut - die ultimative Anleitung

 

Ganz viel Zeit, Erfahrung und Liebe ist in diese Anleitung geflossen. Mein absoluter Tipp für jemanden, der in eigener Praxis arbeiten möchte.

 

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Was ist Trance und was muss ich als Coach/Therapeut darüber wissen?

 

Noch einmal ein umfangreicher Fachartikel - übrigens einer der klickstärksten in diesem Jahr.


Mein 2023 in Zahlen

Launches: 2 (2022 waren es vier. Gesundheit geht vor und Launchen ist nun einmal anstrengend.)

Follower bei Instagram: 575 (Steigerung um 36 Prozent. Na ja, da geht noch mehr. Aber ich war auch sehr wenig aktiv, vor allem was Reels anbelangt.)

Gehörte Hörbücher bei Audible: 16 (Das sind zwei mehr als 2022). 

Backlinks: 106 und Domain-Authority: 11 (Da bin ich schon ganz zufrieden, ich klettere Schritt für Schritt hoch)

Email-Liste: Steigerung um 128 Prozent im Vergleich zu 2022


Was 2023 sonst noch so los war

Rennmäuse
Darf ich vorstellen: Crash und Eddy, zwei Rennmäuse. Sie haben im Dezember ihr Für-Immer-Zuhause bei uns gefunden. Wir haben sie aus einer Mäusepflegestelle geholt. #adoptdontshop
Zwergkaninchen
Leider verstarb mit nicht einmal einem Jahr unser Farbenzwerg Fernando. Die Tierärztin meinte, er hätte wohl in der genetischen Lotterie die A..karte gezogen. Wir hatten keine Chance. Die ganze Familie trauert um den Kleinen.

Geburtstagstorte Mia and me
Zu ihrem Geburtstag wünschte sich meine Tochter eine Torte mit Figuren von Mia and me. Ich habe mein Bestes gegeben. In der Torte: Joghurtcreme, Pistaziencrunch und Maracujacurd.
Pinterest Pin
Ich habe damit begonnen, Pinterest für mich zu nutzen. Hier zum Thema "Ver-Kurzzeit-isierung der Therapie".

KI Experiment Mojo über Canva
Ich habe in diesem Jahr nicht nur mit Chat GPT, sondern auch mit Text-zu-Bild KI experimentiert. Das hier war mal ein Versuch, mich selbst darzustellen. So hat Mojo (über Canva) meine Eingaben umgesetzt.
Mimik-Fotoshooting
Eines der Ergebnisse aus dem Mimik- und Gestik-Fotoshooting mit Katja Schumann


Das nehme ich mir für 2024 vor

  • Schreiben soll weiterhin einen festen Platz in meinem Leben haben. Das heißt: Mein Ziel ist es, jeden Wochentag zu schreiben.
  • 55 Blogartikel habe ich nun zweimal hintereinander geschafft: 2024 dürfen es mehr werden. Ich möchte gerne die magischen "60 Blogbeiträge" knacken.
  • Mein eigenes Buch veröffentlichen - das steht auf meiner Bucket List. 2024 möchte ich dieser Idee näher kommen. Am Ende des Jahres möchte ich auf jeden Fall das Thema und eine Gliederung vorweisen können. 
  • Ein neues Angebot für meine Hypno-Community: es wird um das Thema "Vorlagen" gehen, die man in der eigenen Praxis benutzen kann, um sich das Leben leichter zu machen. 
  • Ich probier es nochmal mit dem Plan eine Workation pro Quartal
  • Ein toller Familienurlaub - mindestens eine Woche lang. Ziel unklar und auch gar nicht so wichtig. 
  • Mein Motto für 2024: Zeit für Sinn und Unsinn

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Kommentare: 2
  • #1

    Uli Pauer (Samstag, 30 Dezember 2023 08:30)

    Was für ein Jahr, liebe Julia! Glücklicherweise hast du die Intensivstation wieder verlassen und glücklicherweise hast du darauf bestanden, behandelt zu werden.
    Ich wünsche dir ein fantastisches und erfolgreiches 2024 ohne ungeplante Spitalaufenthalte.
    Dein Nudel-Artikel hat mich übrigens inspiriert, auch einen zu schreiben. :-)
    LG - Uli

  • #2

    Susanne Wagner Atemtherapie (Samstag, 30 Dezember 2023 12:55)

    Liebe Julia
    Wirklich, was für ein Jahr! Zum Glück ist dir das Lachen trotz allem nicht vergangen.
    Mich freut es natürlich besonders, dass die #nudelfrage unter deinen Top Blogartikeln 2023 auftaucht, als 100. Artikel auf deinem Blog und mit ansteckender Wirkung, wie ich gerade bei Uli lese! Darauf und auf dich/euch stosse ich zu Silvester extra an.
    Ich gratuliere dir zu deinem Podcast. Den habe ich komplett durchgehört und deine Stimme jetzt auch sofort wieder im Ohr. Ja, ja, Praxisaufbau ;)
    Wir haben echt viel gemeinsam: Deep Work, Buchprojekt, Sketchnotes ...
    Ich drücke dir für 2024 die Daumen, dass es mit all deinen Wünschen, Träumen, Zielen und Vorhaben klappt. Dein Motto «Zeit für Sinn und Unsinn» finde ich genial gut (warum bin ich selbst da bloss nicht draufgekommen, haha?!)
    Herzlich, Susanne